Yasmin Levy

– Songs from a forgotten culture

29.8. – 19:30 Uhr | Telekom Forum Bonn

Die israelische Singer/Songwriterin ist eine der populärsten Sängerinnen der Worldmusic-Szene. Alle sieben Alben, die sie veröffentlicht hat, brachten es in vielen Ländern der Welt in den oberen Bereich der Charts. Sie erhielt viele Preise und Auszeichnungen, so gewann sie zum Beispiel die International Songwriting Competition (mit ihrem Song »Me Voy«), den BBC Worldmusic Award oder den Edison Award in Holland. Viele ihrer Songs singt sie in Ladino.

 

Laut UNESCO zählt Ladino zu den gefährdeten Sprachen der Welt. Es war die Sprache der sephardischen Juden und weist viele Einflüsse aus dem Spanischen, Hebräischen, dem Aramäischen, aber auch aus dem Arabischen, dem Türkischen sowie dem Griechischen, Portugiesischen und Französischen auf. Fantastische Soulmusik einmal ganz anders.

 

Yasmin Levy: „Es übt eine ganz besondere Kraft auf dich aus, wenn du in Jerusalem geboren und aufgewachsen bist und dort lebst – mehr als an jedem anderen Ort in Israel. Es ist ein Schmelztiegel mit Menschen aus aller Welt, weshalb ich mit jeder Art von Musik aufwuchs, Jazz, Flamenco, französischer Chanson, Oper, persische oder türkische Musik – einfach alles. Natürlich haben wir hier in der Region die radikalsten religiösen Leute, die man sich vorstellen kann. Aber ich sehe auch eine andere Realität Jerusalems: Menschen mit verschiedenen Religionen und Kulturen, die zusammen leben. In meiner Welt gibt es keinen Platz für Krieg und Kampf. Ich wünschte wirklich, wir könnten mehr Respekt füreinander aufbringen in dieser Stadt der verschiedenen Weltanschauungen.“

 

„Die Ladino-Lieder sind dafür ein gutes Medium, denn sie entstanden in einer Zeit, in der die Juden in Frieden mit Muslimen in Spanien lebten. Wir müssen uns daran erinnern, dass es eine sehr lange Zeit des gegenseitigen Respekts gab. Und es gibt keinen Grund, warum wir dies nicht heute ebenso tun sollten.“

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